Projekt Interreg IV

Fließgewässer prägen maßgebend unseren Lebensraum. Besonders im urbanen Raum sind sie Naherholungszonen, die auch die Charakteristik des Ortes prägen und ökologisch wertvolle Oasen im verbauten Gebiet darstellen. Doch ist nicht außer Acht zu lassen, dass Fließgewässer bei Hochwasserereignissen eine Gefahr für die Bevölkerung darstellen da sie immer wieder Siedlungsgebiete zerstören und Menschenleben gefährden. Die Projektpartner sind vor die schwierige Aufgabe gestellt, Leben und Wirtschaften an einem Wildbach bestmöglich zu gestalten. Die Gemeinde Pfunds war 2005 von einem Murgang betroffen, der sehr große Schäden verursachte. Im Zuge der Planung der notwendigen Verbauungsmaßnahmen gab es auch Hilfe durch die Abt. Wasserschutzbauten der Autonomen Provinz Bozen. Auf Grund der Lage der Schutzbauten im verbauten Gebiet wurde von d. Gemeinde Pfunds besonderes Augenmerk auf die Gestaltung gelegt. Auch die Stadt Meran war immer wieder von Hochwasser- und Murgangereignissen betroffen. Die Passer in der Stadt fließt nun zwischen den zum Schutz errichteten Wassermauern. Auch in Meran haben die für Wildbachverbauung und Flussbau zuständige Landesabt. in Südtirol und die Gemeinde Meran festgestellt, dass es Maßnahmen bedarf um die räumliche Beziehung zw. Stadt und Gewässer zu verbessern, sowie die ökologische und soziale Bedeutung des Gewässers aufzuwerten.
Die Gemeinde Alleghe, v.a. die Siedlung Caprile am Zusammenfluss von drei Bächen wurden in den 60er und 70er Jahren (1966) von katastrophalen Überschwemmungen heimgesucht, die riesige Schäden verursacht haben. In den letzten 30 Jahren haben die lokalen und vor allem die staatlichen Behörden Investitionen getätigt, wodurch viele Wasserschutzbauten errichtet werden konnten. Vor kurzem wurden auf Grundlage umfangreicher Wasserschutzstudien der Baubehörde der Provinz Belluno, die ins Kooperationsprojekt 2006-2008 eingebunden war, große Wasserschutzbauten in der Nähe der Fläche errichtet.