Hochwassersimulation

Basierend auf die gemessenen Abflüsse des Pegels Saltaus und Extrapolation der gemessenen Werte auf das gesamte Einzugsgebiet der Passer wurden in Zusammenarbeit mit dem Hydrographischen Amt und der Abteilung Wasserschutzbauten die Bemessungsabflüsse festgelegt.

Anhand dieser Daten erfolgte die eindimensionale Simulation mit Hilfe der Programmes HEC‐RAS.

Die dadurch ermittelten Anschlaglinien und Wasserstände basieren auf der eindimensionalen Berechnung des Normalabflusses von Reinwasser.

Die Ergebnisse zeigen, dass es im Oberwasserbereich an verschiedenen Stellen zu Ausuferungen kommen kann, wobei jedoch für die Bevölkerung und Infrastrukturen keine besonderen Vorkehrungen zu treffen sind.

Trotzdem wäre es ratsam die Böschungen in den gefährdeten Bereichen entsprechend zu erhöhen. Im Stadtbereich sind die Fließquerschnitte ausreichend groß bemessen um die veranschlagten Wassermengen ohne Gefahr abführen zu können.

Im Kapitel 4 wurden die kritischen Profile im Stadtbereich detaillierter dargestellt, wobei es sich fast ausnahmslos um die Brückenquerschnitte handelt.

Durch die Brückenkonstruktionen werden die Fließquerschnitte vermindert und es besteht die Gefahr, dass diese bei Hochwasser überflutet werden.

Die Ergebnisse zeigen, dass bis auf die Theaterbrücke und die Fussgängerbrücke nahe Leopardistrasse, die angesetzten Hochwasserabflüsse sicher abgeführt werden können, sofern es nicht zu Verklausungen im Brückenbereich (bei Brücken mit Mittelpfeilern) kommt.

Die Situation an der Theaterbrücke ist als kritisch einzustufen, da es beinahe zu einem vollkommenen Zuschlagen des Fließquerschnittes kommt (HQ300).

Auch die Ergebnisse an der Fussgängerbrücke nahe Leopardistrasse sind als relativ kritisch einzustufen, da bei dem Bemessungsabfluss HQ300 nur mehr eine Stichhöhe von 45 cm verbleibt und somit eine erhöhte Gefahr besteht, dass Treibholz an der Brückenunterkante hängen bleibt und es somit zu einem vollkommenen Zuschlagen des Fließquerschnittes kommen kann.

In den genannten Profilen wäre es ratsam den Fließquerschnitt zu erhöhen, damit die simulierten Hochwassermengen sicher abgeführt werden können.